Es gibt Projekte, die sind von Anfang an als Lehrgänge gedacht: durchgeplant, klar getaktet, mit Modulplan, Zertifikat am Ende und dem Gefühl, dass man irgendwann „fertig“ ist.
Ich habe lange überlegt, ob edha auch so ein Projekt werden soll. Am Anfang war es das auch. Ehrlich gesagt: Es wäre einfacher gewesen. Aber dann entwickelte es ein Eigenleben und erklärte klar:
edha ist genau das nicht.
Und ich bin überzeugt: Dann müssen wir mitgehen. Punkt.
edha ist kein Kurs. edha ist ein Denkraum.
Als ich vor einigen Jahren damit begann zu überlegen, was wir als Menschen mit Erkrankungen und vielleicht auch unsere Angehörigen und andere interessierte Menschen brauchen war schnell klar: Was Statisches ist es nicht.
Das passt nicht zu Digitalisierung. Während ich alle die Bereiche sorgfältig unter die Lupe nahm und auch die Fortschritte registrierte, wurde klar: Ein festes Konstrukt ist es nicht. edha war von Anfang an in meinem Kopf flexibel, die Plattform strukturiert, auf Themen bezogen aber eben auch so gestaltet, dass neue Inhalte jederzeit einfach integriert werden können, dass Diskussionen möglich sind und Formate wie Online Sessions oder Videos einen Raum haben. Auch weil wir nicht alle gleich denken. Während einige gerne einfach eine PDF Datei ansehen und damit lernen oder Leselinks zu ausführlichen Berichten folgen, brauchen die anderen ein Video, eine Audiodatei oder eine Online Session.
Irgendwann stand der Begriff „Denkraum“ im Raum. Und blieb. Weil er passt.
Daher ist die Plattform die wir bauen nicht in Stein gemeißelt, sondern geht mit den Entwicklungen mit. Und mit Euch, ihren Nutzern.
Denkraum heißt:
Hier steht nichts für immer fest. Und genau das ist Absicht. Es gibt Raum zum Nachdenken, Mitdenken, Umdenken und für Fragen.
Gesundheitsdaten, Digitalisierung, KI, Gesundheitskompetenz – all diese Themen bewegen sich.
Mal langsam. Mal plötzlich sehr schnell.
Und manchmal in Richtungen, die man vorher so nicht auf dem Schirm hatte.
Ein statisches Lernangebot würde da ziemlich schnell ziemlich alt aussehen. Und wäre – leise, aber wirksam – ein Killer für Innovation. Wollen wir nicht. Will ich nicht.
Wie der Denkraum gedacht ist (und wie nicht)
Es wird bei edha Basislektionen geben. Weil wir alle Grundlagen brauchen.
Grundlagen sind wichtig. Sie schaffen Orientierung. Sie geben ein gemeinsames Fundament. Sie schaffen eine Augenhöhe in der community, die wir mit edha auch schaffen. Gemeinsam.
Aber – und das ist der entscheidende Punkt – sie sind nicht das Ende der Geschichte – sie sind der Anfang deiner digitalen Geschichte. Und du bestimmt, was du daraus machst.
Der Denkraum bleibt offen für:
- Updates in verschiedenen Formaten
- Ergänzungen
- neue Lektionen
- vertiefende Einordnungen
- Online Sessions zum Diskutieren und live zusammen kommen! Online damit so viele wie möglich mitmachen können.
Manchmal, weil sich ein Trend abzeichnet, weil neue Regeln oder Rahmenbedingungen kommen.
Und manchmal ganz simpel, weil im Gespräch klar wird:
„Moment – das müssen wir nochmal besser erklären.“
Dann bauen wir nach. Nicht hektisch. Nicht aus Hype. Sondern, weil es sinnvoll ist.
Es geht hier um Infopower: Inhalte sollen euch in die Lage versetzen zu verstehen, wann etwas relevant ist, warum es wichtig wird – und wann eben nicht. Zum Beispiel, wenn ein neuer Trend laut ist, aber für euren Alltag (noch) keine Rolle spielt.
Lernen passiert nicht im Voraus – sondern unterwegs
Wir glauben nicht daran, alles vorab festzulegen. Lehrpläne sind für Schulen – nicht für Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, Fragen und Tempi.
edha ist für Wachstum – aber bitte individuell und so wie es bei jeder und jedem eben geht.
Oder so gesagt: Für Patientinnen und Patienten und deren eigene Rahmenbedingungen. Das ist uns sehr bewusst und deshalb stellen wir immer wieder die Frage: Wärst du jetzt Patient (was einige von uns auch sind) könntest du da mit?
Wir glauben daran, Fragen ernst zu nehmen und uns auf die Bedürfnisse unserer Community, die eben hauptsächlich aus Menschen mit Erkrankungen bestehen wird, einzustellen, so gut es geht.
Der Denkraum wächst:
- mit Diskussionen
- mit Rückmeldungen
- mit neuen Perspektiven
- und mit dem, was draußen gerade wirklich passiert
Das heißt auch:
Nicht jede Lektion entsteht, weil sie im Plan stand – Manche entstehen, weil sie gebraucht werden. Jetzt. Nicht später.
Und das finden wir ziemlich logisch.
Und was hat der Blog damit zu tun?
Der Blog ist Teil dieses Denkraums, unser öffentlicher Kanal für alle.
Zum einen bis wir soweit sind und euch abholen können und zum anderen für die, die uns erst einmal betrachten wollen. Er ist eine Einladung zum Mitmachen oder Verweilen.
Hier landen:
- Einordnungen
- Denkbewegungen
- Aha-Momente
- und manchmal auch Texte, die zeigen, wie wir denken – nicht nur was wir erklären
Nicht jeder Beitrag ist eine Lektion. Aber jeder Beitrag gehört zum Gesamtbild.
Oder anders gesagt:
Manchmal erklären wir Inhalte.
Manchmal erklären wir warum wir sie erklären.
Und manchmal ist es einfach der Blick hinter die Kulissen, der kleine Insight, der frech um die Ecke schaut und dir mehr zeigt. 😉
Kurzfassung (für alle, die bis hier gelesen haben):
edha ist nicht statisch. Der Denkraum bleibt beweglich. Weil sich die Themen bewegen.
edha gibt Augenhöhe und ermöglicht eine neue Community, was aber weniger an uns, sondern an unseren Nutzern liegen wird.
Es gibt Grundlagen. Es gibt Updates. Es gibt neue Lektionen, wenn sie sinnvoll sind.
Und es gibt Raum fürs Denken. Mit anderen, Experten, mit uns oder für dich.
Genau so ist es gedacht.
Wer es lieber fertig oder perfekt gestylt mag, ist hier vermutlich falsch. Und das ist okay.
Wer es aber ein bisschen weniger perfekt mag, dafür aber flexibel, agil und informativ wie aktuell, dann:
Herzlich Willkommen!