Warum edha?
Apps, Portale, elektronische Patientenakten, KI, Wearables, Plattformen, das E-Rezept – all das ist längst Teil unseres Alltags. Und alles das nutzen wir längst. Mal mehr, mal weniger.
Aber die Frage ist: nutzen wir das alles immer bewusst und informiert?
Bei edha glauben wir ehrlich: Nicht immer. Das merken wir immer wieder – an Fragen, Unsicherheiten und Argumenten, die auf unvollständigen oder falschen Informationen beruhen. Und wir gehen davon aus:
Das Problem ist nicht die Technik.
Das Problem ist, dass viele Menschen sich darin allein gelassen fühlen.
Weil ihnen der Zugang zu Informationen und damit zu den digitalen Gesundheitsthemen fehlt.
Wir sehen einen enormen Informationsbedarf rund um digitale Gesundheit – bei Patient:innen, bei Angehörigen und bei allen, die Entscheidungen treffen sollen, ohne sich sicher zu fühlen. Genau hier setzt edha an.
Warum jetzt?
Wir kennen die Diskussionen rund um Patient Education und Information sehr gut. Wir haben lange mit diskutiert.
Und ja: Diskussionen sind wichtig. Finden wir auch. Aber Diskussionen sind oft Theorie. Und sie bleiben es oft auch – und Theorie allein bildet keine Kompetenz.
Digitale Gesundheitskompetenz entsteht nicht in Papieren oder Panels. Sie entsteht, wenn Menschen Inhalte verstehen, Fragen stellen dürfen und Dinge einordnen können. Wenn sie aktiv mitmachen – in einer Community, die gemeinsam geht.
Deshalb ist für uns jetzt der Moment gekommen, zu machen.
Wir lieben Kühe. Aber wir sind keine Wiederkäuer!

Wir lieben Kühe. Wirklich. Sie sind ruhig, sozial, unterschätzt – und ziemlich klug.
Was wir weniger lieben: Themen, die immer wieder neu durchgekaut werden, ohne etwas zu bewegen. Gerade im Gesundheitsbereich passiert das häufig.
Wenn das Machen fehlt, fehlt die Bewegung. Vorwärts. Und das ist nötig – wenn nicht längst überfällig.
Während noch diskutiert wird, nutzen Menschen längst digitale Gesundheitsangebote – oft ohne Orientierung, ohne Kontext, ohne Sicherheit.
Wir wollen nicht weiter wiederkäuen. Wir wollen bewegen.
Wo stehen wir gerade?
Unsere Lernplattform befindet sich aktuell im Aufbau. Parallel entwickeln wir Inhalte, didaktische Konzepte und Strukturen.
Das heißt ganz offen:
- Die Plattform ist noch nicht live.
- Der Content ist noch nicht vollständig verfügbar, aber wir arbeiten daran. Mit Expert:innen, die wir alle in einer Sache besonders schulen: verständlich erklären. Das ist gewissermaßen unsere erste Mission.
Aber: Dieser Blog ist bewusst jetzt schon da. Hier teilen wir erste Einblicke, Gedanken und Informationen – und öffnen einen Raum für Austausch, bevor alles „fertig“ ist.
Ein wichtiger Teil davon ist bereits sichtbar: Data Saves Lives Deutschland (DSL DE). Über DSL DE posten wir schon seit längerer Zeit kontinuierlich Informationen, Einordnungen und Impulse rund um Gesundheitsdaten, Digitalisierung und Gesundheitskompetenz.
edha baut genau darauf auf. DSL DE ist kein Vorprojekt, das abgeschlossen ist, sondern ein lebendiger Teil dieses Ökosystems. Erfahrungen, Rückmeldungen und Diskussionen aus der DSL DE-Community fließen direkt in die Entwicklung von edha ein.
Wir starten also nicht bei null. Wir starten auf gewachsenem Boden – und laden dich ein, jetzt schon mitzulesen, mitzudenken und dranzubleiben.
Unsere Testgruppen
Wir starten mit Testgruppen. Bewusst klein. Bewusst fokussiert.
Da ich selbst mit Multipler Sklerose (MS) lebe, war es für mich und unser Advisory Board klar, mit der Community zu beginnen, die uns am nächsten ist: Menschen mit MS. Sie werden unsere erste Testgruppe sein.
Nicht, weil andere weniger wichtig wären – sondern weil gutes Feedback Zeit, Auswertung und Umsetzung braucht. Und weil wir diese Community schon jetzt gut kennen, das heißt, wir können direkt los. Und Feedback umzusetzen funktioniert nicht, wenn tausende Mails gleichzeitig eintreffen.
Alle anderen nehmen wir so bald wie möglich mit dazu. Schritt für Schritt. Weil es wichtig ist, Lücken zu identifizieren und zu füllen und auch auf Wünsche einzugehen, soweit uns das möglich ist.
Ein Blick in unsere Inhalte
Alle edha-Lektionen werden neutral sein. Keine Werbung. Keine versteckten Interessen.
Zusätzlich wird es sogenannte „Disease Specials“ geben:
In jeder Lektion ein eigenes Kapitel, das den Inhalt exemplarisch auf eine konkrete Erkrankung bezieht – um Einblicke in unterschiedliche Krankheitsrealitäten zu geben.
MS ist der Startpunkt. Nicht das Ende.
Und noch etwas Wichtiges
Ja, digitale Gesundheit kann umfangreich sein.
Ja, manches ist trocken.
Ja, manches ist komplex.
Aber wir machen das nicht nur, weil es wichtig ist.
Sondern, weil Wissen Spaß machen darf. Und weil es etwas bringt. Wer informiert ist, kommt besser klar oder vorwärts. Trifft bessere Entscheidungen und kann sich besser organisieren.
Wichtig für uns:
Hier darf gelacht werden. Hier darf gefragt werden. Hier darf man sagen: „Das ist gerade viel.“
Und falls du dich fragst, wer hier die Richtung vorgibt:
Ja – ich bin sozusagen die Leitkuh. 🙂
Nicht, weil ich alles besser weiß. Sondern, weil ich den Weg kenne, zuhören kann – und weiß, wann man stehen bleiben muss und wann es Zeit ist, weiterzugehen. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie es ist, zu wenig oder zu viel zu wissen. Und welche Vorteile es hat, mehr zu wissen – auch wenn es manchmal Mut, Schokolade und ein bisschen Jammern braucht.
Über edha & meine Rolle als Gründerin
edha – die European Digital Health Academy – ist eine gemeinnützige Initiative, die ich 2022 gegründet habe. Nicht nebenbei, sondern sehr bewusst.
Gemeinnützigkeit ist für mich kein Nebensatz, sondern ein zentrales Prinzip:
- edha arbeitet nicht gewinnorientiert.
- Die Inhalte sind unabhängig, neutral und frei von Produkt- oder Unternehmensinteressen.
- Entscheidungen treffe ich gemeinsam mit dem Advisory Board mit Blick auf Nutzen, Verständlichkeit und Wirkung – nicht auf Reichweite oder Verwertbarkeit.
Ich verstehe edha als Lern- und Denkraum. Als einen Ort, an dem Wissen Schritt für Schritt aufgebaut wird – mit Patient:innen, Angehörigen, Expert:innen und allen, die sich in der digitalen Gesundheitswelt besser orientieren möchten.
Digitale Gesundheitskompetenz ist für mich eine gesellschaftliche Aufgabe. Und genau deshalb gehört edha in einen gemeinnützigen Rahmen.
Und noch ein Punkt, der mir wichtig ist: Bei edha gibt es ein klares Prinzip.
Alle haben ein Recht auf Wissen – zugänglich, verständlich, transparent und kostenfrei.
Weil Wissen die Basis für bessere Entscheidungen ist.
Förderer & Unterstützung
edha wäre in dieser Form nicht möglich ohne Unterstützung. Bedanken möchte ich mich beim internationalen Team von Roche, das edha in einer sehr frühen Phase mit einer Spende unterstützt hat.
Diese Unterstützung war kein inhaltlicher Auftrag und keine Einflussnahme – sondern ein Vertrauensvorschuss. Sie hat es ermöglicht, erste konzeptionelle Arbeit zu leisten, Zeit zu investieren und Strukturen aufzubauen. Ohne diese Hilfe wären wir heute so noch nicht hier.
Gerade deshalb ist mir Transparenz wichtig: edha bleibt unabhängig, gemeinnützig und inhaltlich neutral. Unterstützung hilft beim Aufbau – sie bestimmt nicht die Inhalte.
Was ebenfalls wichtig ist und sichtbar werden soll:
Unser Advisory Board und alle Unterstützer: innen bringen sich ehrenamtlich ein.
Sie geben Zeit, Erfahrung und Expertise, weil sie an die Idee glauben, dass digitale Gesundheitskompetenz besser, verständlicher und menschlicher vermittelt werden kann. Dieses ehrenamtliche Engagement trägt edha entscheidend mit und macht es überhaupt erst möglich, jetzt gemeinsam vorwärts zu gehen. Es ist ein positives Zeichen – auch für andere, die vielleicht überlegen, sich einzubringen oder beizutragen.
Hier kommt eine Gemeinschaft zusammen, die sich für digitale Gesundheitskompetenz einsetzt.
Sprache & Zugang
edha arbeitet bewusst zweisprachig (Deutsch/Englisch), weil wir international denken und arbeiten.
Unsere Lektionen im Tool werden entsprechend übersetzt und Schritt für Schritt ausgebaut.
Der Blog darf es einfacher halten: Hier schreiben wir zunächst auf Deutsch und nutzen den integrierten Übersetzer. So bleiben Inhalte zugänglich, ohne uns frühzeitig mit Mehrfachversionen zu blockieren – und wir schaffen die Grundlage, später auch weitere Sprachen sinnvoll zu ergänzen.
Komm ins Gespräch
Wenn du jetzt schon Fragen hast: her damit.
Dieser Blog ist kein Monolog, sondern eine Einladung.
Willkommen bei edha.
Birgit Bauer